Wie kam ich zum Erzählen, was bedeutet mir Erzählen - MärchenWirkstatt

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Wie kam ich zum Erzählen, was bedeutet mir Erzählen

Erzählen erweckt die Kunst des Zuhörens
Wie alles begann
Etwa 1990 begegneten mir nach längerer Abwesenheit wieder Märchen. Zunächst Märchen aus dem keltischen Sprachraum, die auf eine ganz eigene Weise mit den Landschaften und mythischen Überlieferungen verbunden sind und sibirische Märchen, die noch über eine ganz ursprüngliche Verbindung zur Natur verfügen. Mir wurde bald klar, dass Märchen einen Zugang zum Nichtbewussten des Menschen  (Erwachsenen und Kindern) ermöglichen, der anders nicht möglich ist, weil er über Bilder und Symbole funktioniert, nicht über Worte und Intellekt.
Als mir dann noch Rafik Schamis „Der ehrliche Lügner“ in die Hände fiel war mir klar: Diese Märchen muss ich anderen Menschen erzählen.

Mein Einstieg
Im Herbst 1998 habe ich dann eine Ausbildung zum Märchenerzähler begonnen, die nach einem Jahr im Rahmen eines Kindergartenfestes mit einem ersten öffentlichen Auftritt beendet wurde.
Seit dieser Zeit habe ich verschiedene Auftritte in unterschiedlichen Kultureinrichtungen, bei Open-Air-Programmen, auf Weihnachtsfeiern absolviert und auch bei vielen Kindereinrichtungen und -festen.
Meine Erfahrung
Einen meiner schönsten Auftritte hatte ich bei einem Sommerfest 2002 in einer ambulanten Einrichtung der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Ulm mit einigen Drachenmärchen. Kinder - als „vorhaltensoriginell" bezeichnet und meistens ziemlich unruig - wollten plötzlich schmusen und haben ohne Aufforderung beim Aufräumen mitgeholfen.
Märchen sind in ihrer vielschichtigen Symbolik Abbilder menschlichen Fühlens und Erlebens. Märchen erzählen von Entwicklungs- und Reifungsprozessen. So können sie auch heute noch gültige Antworten auf die wesentlichen Fragen, die uns bewegen, geben. Denn in ihnen steckt die Weisheit vieler Generationen.
Märchen sind alt - aber nicht altmodisch.

Was vielleicht das wichtigste ist - es macht Freude, Märchen zu erzählen und Märchen zu hören.
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